Didaktisches Begleitmaterial für die Ausstellung „Verfolgung von Homosexuellen“ in Rheinland-Pfalz

Didaktisches Begleitmaterial für die Ausstellung „Verfolgung von Homosexuellen“ in Rheinland-Pfalz

Die Ausstellung und das Begleitmaterial beschäftigen sich mit der Geschichte von LSBTIQ in Rheinland-Pfalz nach 1945. Grundgedanke des Materials ist es, die Schüler*innen quellenbasiert zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Inhalten der Ausstellung zu motivieren. Dabei fördert die Auseinandersetzung mit LSBTIQ-Geschichte ganz grundlegend die Demokratiebildung der Schüler*innen - durch eine Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Normierung, mit Recht und Unrecht in der Geschichte, aber auch mit der politischen Emanzipation diskriminierter Gruppen.

Das Begleitmaterial fördert außerdem einen Transfer dieser historischen Themen in die eigene Lebenswelt der SuS. Diese können sie sich anhand der Ausstellung und des Bildungsmaterials mit der gegenwärtigen Situation von LSBTIQ beschäftigen. Zugleich soll das Thema auch als Ermutigung für die Jugendlichen dienen, ihren eigenen Weg zu verfolgen, auch wenn er jenseits gesellschaftlicher Normen liegt.

Während die Ausstellung ihren Fokus auf die Verfolgung und Repression homosexueller Männer und Frauen in Rheinland-Pfalz legt, soll das Begleitmaterial den Fokus thematisch erweitern und auch intergeschlechtliche und transgeschlechtliche Lebensweisen in den Blick nehmen. Dies geschieht im Sinne der Idee, dass die Herausforderung geschlechtlichen und sexueller Normierungen nicht allein durch homosexuelle Menschen geschieht. LSBTIQ-Geschichte allein mit Homosexuellen-Geschichte gleichzusetzen, würde die vielfältigen Lebensweisen auch jenseits von Homosexualität unsichtbar machen. Mit dem Begleitmaterial soll durch eine bewusste Ergänzung der Ausstellungsinhalte durch die Geschichte trans- und intergeschlechtlicher Menschen aus Rheinland-Pfalz und der näheren Umgebung diese Lücke geschlossen werden.

Mitarbeiter*innen: Nina Reusch, Martin Lücke und Birgit Marzinka