LaG-Magazin im März 2017: Der "Große Terror" in der Sowjetunion

LaG-Magazin im März 2017: Der "Große Terror" in der Sowjetunion

Der titelgebende „Große Terror“ in der stalinistischen Sowjetunion ist eines der Themen, die sowohl im schulischen Lernen als auch in der außerschulischen historisch-politischen Bildungsarbeit wenig behandelt werden. Auch im heutigen Russland findet eine Aufarbeitung der menschenverachtenden Schauprozesse aus den Jahren 1936, 1937 und 1938 kaum statt. Insofern möchten wir Sie mit dem aktuellen Magazin ermuntern sich im Rahmen der Geschichtsvermittlung mit diesem historischen Thema zu befassen.

Wie im LaG-Magazin üblich führen drei Diskussionsbeiträge in das Thema ein. Im zweiten Teil stellen wir Materialien und Fachbücher vor, die aus unserer Perspektive zur Vertiefung geeignet sind.

Einen ersten Überblick gibt Christoph Jünke. Er macht in seinem Aufsatz unter anderem darauf aufmerksam, dass es sich bei den Prozessen nur um die Spitze des Eisberges einer landesweiten Verfolgung handelte, die Angehörige aus allen Schichten der Gesellschaft traf.

Die einzelnen Prozesse, ihre Dynamik und wesentliche Akteure behandelt vertiefend Wladislaw Hedeler. Er geht auch auf die immer noch ausstehende gründliche Aufarbeitung des „Großen Terrors“ ein.

Marcel Bois zeigt schließlich, dass auch Mitglieder der KPD Opfer der Säuberungen wurden. Dazu gehören auch Kommunist_innen, die vor der nationalsozialistischen Verfolgung in die für sie scheinbar sichere Sowjetunion geflohen sind.