Sonderausgabe zum 10. Berlin-Brandenburgischen Forum für zeitgeschichtliche Bildung erschienen

Sonderausgabe zum 10. Berlin-Brandenburgischen Forum für zeitgeschichtliche Bildung erschienen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung in der Berliner Stiftung Topographie des Terrors stand der Austausch über den Beutelsbacher Konsens, der seit 1976 Grundlage der politischen wie der historischen Bildung ist und damit auch für die Vermittlung der Zeitgeschichte gilt. Die dort formulierten Prämissen konkurrieren nicht selten mit einem politischen Diskurs, der auf Eindeutigkeit und ein „objektives“ Geschichtsbild setzt. In einer Abgrenzung von Geschichtsauffassungen, die einseitig parteilich orientiert war, bestand der Konsens auf den Grundprinzipien der Demokratie: auf (geregelte) Kontroversität und Pluralität. Das Kontroversitätsgebot, das Überwältigungsverbot und das Prinzip der Schüler/innenorientierung sind seitdem eherner Bestand der historisch-politischen Bildung.

Im Rahmen des 10. Berlin-Brandenburgischen Forums für zeitgeschichtliche Bildung diskutierten und reflektierten Praktiker/innen aus der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit  mit Geschichtsdidaktiker/innen und Historiker/innen einen Tag aktuelle Anforderungen an die historisch-politische Bildung sowie über das Spannungsverhältnis von öffentlichem Diskurs und der Lernsituation in der Gedenkstättenarbeit. Damit knüpft das diesjährige Forum vertiefend an die Diskussionen der Vorjahresveranstaltung an, die sich bereits der Reflexion des Beutelsbacher Konsens gewidmet hat.

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