Spendenaufruf für Begegnungstage mit Überlebenden des Holocaust

Spendenaufruf für Begegnungstage mit Überlebenden des Holocaust

Sowjetische Juden und Jüdinnen, die vom NS-Regime verfolgt wurden und größtenteils Anfang der 1990er Jahre als sogenannte Kontigentflüchtlinge nach Deutschland kamen, wurden bisher durch den deutschen Staat nicht als NS-Verfolgte anerkannt. Daraus resultiert, dass die meisten nur eine sehr geringe Rente erhalten, da ihre Einzahlungen in der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland entweder nicht anerkannt wurden oder kaum Wert haben. Dadurch leben viele Verfolgten von einer Grundfinanzierung in Form von Sozialhilfe. Die Sozialhilfe hat zur Folge, dass die Überlebenden keine dauerhafte finanzielle Absicherung besitzen, da sie immer nur für ein Jahr bewilligt wird und danach wieder neu beantragt werden muss. Sie haben keine Möglichkeit, mehr als 3.000 Euro für Krankheitsfälle und andere Ereignisse anzusparen, da sie sofort von der Sozialhilfe abgezogen werden. Im Gegensatz dazu erhalten Spätaussiedler, die nach 1993 nach Deutschland kamen, durch das Fremdrentengesetz ihre volle Rente.

Viele Holocaust-Überlebende wurden in ihrer Kindheit und Jugend schwer traumatisiert und verloren einen Großteil ihrer Familienangehörigen. Manche wurden Opfer medizinischer Experimente oder haben durch ihre Haft im Ghetto/im KZ/im Versteck gesundheitliche Schäden erlitten. Die deutsche Sprache haben die meisten Mitglieder des Vereins "Phönix aus der Asche" erst im hohen Alter erlernt. Manche beherrschen sie nur rudimentär. In der Folge sind viele Überlebende sozial isoliert, leiden unter Einsamkeit und an (Folge-)Erkrankungen. Die aktuell schlechte finanzielle Situation und das Gefühl, vom Staat "ausgehalten" zu werden, tragen zu diesen Leiden bei.

Die Überlebenden haben sich in im Verein „Phönix aus der Asche: Die Überlebenden der Hölle des Holocaust e.V.“ Deutschlands Bundesassoziation der Opfer des Holocaust – jüdischer Immigranten" zusammengeschlossen, um sich besser organisieren zu können. Eine Anerkennung als Opfer des NS-Regimes und die Umwandlung der Sozialhilfe in eine Rente ist das erklärte Ziel des Vereins "Phönix aus der Asche". Hierbei geht es ausdrücklich nicht um einen höheren Geldsatz, sondern um eine rechtliche Gleichstellung und den Kampf um Anerkennung. Bereits im November 2010 richtete die Landesregierung Mecklemburg-Vorpommern den Antrag "Rente statt Sozialhilfe..." an den Bundesrat, der daraufhin die Bundesregierung aufforderte, jüdische Holocaustüberlebende aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion als "Verfolgte des NS-Regimes" anzuerkennen. Auf erneute Anfrage der Linken-Fraktion im Juni 2011 gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hierauf eine negative Stellungnahme ab . Jüdische Zuwanderer aus der Sowjetunion hätten, wenn sie "nicht zum deutschen Sprach- und Kulturkreis gehören", keine Ansprüche nach dem Fremdrentengesetz.

Da die Überlebenden inzwischen bereits sehr betragt sind, ist es ihnen sehr wichtig noch eine Tagung und Treffen mit Politiker_innen und Mitarbeiter_innen aus der Verwaltung in Berlin zu organisieren. Sie möchten mit den Politiker_innen und den Mitarbeiter_innen über ihre finanzielle Situation sprechen, mit der Hoffnung sie zu verändern. Gemeinsam mit dem Verein Phönix aus der Asche organisieren wir die Tagung und die Treffen.

Doch leider konnten wir nicht genügend Gelder beantragen, um dieses Projekt umsetzen zu können. Wir haben eine Finanzlücke in Höhe von 2.500,00€. Wir bitten alle darum dieses Projekt mit einer Spende zu unterstützen. Die ersten 15 Personen/Organisationen, die hierfür Geld spenden, erhalten von uns die Broschüre "Jeder Mensch hat einen Namen" kostenlos zugesandt. In der Broschüre werden 36 Biografien von Holocaustopfern beschrieben.

Hier noch ein Artikel über eine der früheren Begegnungen und Tagung.

Spendenkonto

Kontoinhaber: Agentur für Bildung e.V.
IBAN: DE06120300001001183100
BIC: BYLADEM1001
Bank: DKB Bank
Stichwort:  Spende Phoenix aus der Asche

Für Zuwendungen über 20 € stellen wir gerne auf Wunsch eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung aus.