Inklusion als Menschenrecht – Handbuch für die pädagogische Praxis
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Träger des Projekts ist das „Deutsche Institut für Menschenrechte“. Der Begriff der Inklusion hat in den vergangenen Jahren in der pädagogischen Fachdebatte wie auch auf der Ebene des internationalen Menschenrechts-Schutzsystems zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mit ihm geht eine grundlegend veränderte Perspektive auf die Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung einher.
Das Projekt „Inklusion als Menschenrecht“ entwickelte ein Handbuch, das Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Anregungen und Methoden für die Gestaltung einer inklusiven Bildungspraxis zur Verfügung stellt. Durch aktuelle und historische Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen soll die Geschichte und Reichweite von Unrechtserfahrungen, aber auch von Erfolgen sozialer Bewegungen wie der Behindertenrechtsbewegung sichtbar und greifbar werden. Auch die Schnittstellen zu anderen zentralen Menschenrechtsthemen wie etwa den Frauen- und Kinderrechten findet Beachtung. Das Projekt wurde von der Stiftung EVZ gefördert. Der Verein war damals Kooperationspartner.
Jüdisches Leben nach 1945 – Online-Modul als didaktisches Material zur jüdischen Zeitgeschichte
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Der inhaltliche Fokus des Online-Moduls liegt neben der Darstellung und Vermittlung der Entwicklung jüdischen Lebens in der BRD und der DDR nach 1945 (DP-Camps; Wiederentstehung von Gemeinden in der DDR, usw.) insbesondere auf dem Themenfeld „Zuwanderung“. Hierbei werden sowohl die politische Entwicklung der Einwanderung jüdischer Zuwanderer/innen von 1989 bis ins Jahr 2000, als auch die Bemühungen um Integration thematisiert. Dazu gehören auch Fragen nach der Situation in der Sowjetunion und nach den Gründen für die Auswanderung, nach den Identitäten der Zu- und Rückwanderer/innen, darunter auch dem Jüdisch-Sein. Gerade Identitätsfragen und die Suche nach den jüdischen Wurzeln sind bezeichnend für die Situation der Neueinwanderer im heutigen Deutschland. Die Module sind auf dem Portal „Lernen aus der Geschichte“ zu finden. Kooperationspartner für das Projekt ist das Jüdische Museum Frankfurt/Main. Das Projekt wurde gefördert durch das Leo Baeck Programm und die Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Laufzeit des Projekts: 2010
Jan Haverkamp
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M. A. in Neuere und Neueste Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Langjährige Tätigkeit als freiberuflicher Bildungsreferent in den Gedenkstätten Sachsenhausen und Topografie des Terrors, Denkmal für die Ermordeten Juden Europas und dem Jüdischen Museum Berlin. Dort leitete und konzipierte er Führungen und Seminare. Von 2016-2018 Bildungsreferent am Deutschen Historischen Museum, wo er unter anderem ein Kooperationsprojekt mit der Universität Leipzig sowie der Hochschule für Wirtschaft und Technik koordinierte, welches sich an Willkommensklassen der Klassenstufe 3-6 richtete. Zudem leitete und konzipierte er Seminare zur politischen Bildung für die Jugendbildungsstätte Haus Kurt Löwenstein mit den Themen Medienpädagogik, dt.-isr. Jugendbegegnung, Migration und Diskriminierungsprävention. Seit September 2018 arbeitet er für die Agentur für Bildung als Bildungsreferent am Lernort Keibelstraße
Mail: haverkamp@agentur-bildung.de,
Tel: +49 (0)30 – 28 09 80 12
BpB-Dossier: Geschichte Begreifen
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Das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung über die historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus will nicht nur Informationen über Ereignisse, Namen und Daten vermitteln. Vielmehr sollen Lernende angeregt werden, dieses Wissen zu reflektieren und es mit ihrer Gegenwart zu verbinden. Mehr als sechs Jahrzehnte nach den Verbrechen des Nationalsozialismus finden wir kaum noch Zeitzeugen, die aus erster Hand über ihre Erlebnisse berichten können. Wie Jugendlichen die Geschichte dennoch auf lebendige Weise erfahren und erforschen können, zeigt dieses Dossier. Der Fokus der insgesamt 23 Texte liegt auf projektorientierten Methoden. Außerdem werden exemplarische Konzepte und Erfahrungen aus der schulischen und außerschulischen Praxis vorgestellt. Das Dossier wurde von der Agentur für Bildung, Geschichte und Politik e.V. (ehemals Lernen aus der Geschichte e.V.) erstellt. Zum Dossier
DP-Camp Projekt mit Jugendlichen
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Träger des Projekts war das Medienkompetenzzentrum Düppel und die evangelische Gemeinde Berlin-Schlachtensee. Die Agentur für Bildung hatte die pädagogische Durchführung inne. In dem außerschulischen Jugendprojekt erforschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Geschichte der Displaced Person Camps nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin. Ihre Interviews und Workshops dokumentieren die Jugendlichen im Weblog. Das Projekt wurde am 20. November 2010 mit dem Berliner Medienpreis „Mediamax Sonderpreis“ ausgezeichnet.
Tagungswebseite und Dokumentation des internationalen Forums für Zwangsarbeit
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Die Agentur für Bildung hat für die Tagung die Webseite erstellt und sie online dokumentiert (nicht mehr online).
Über die Tagung
Geteiltes Gedächtnis? Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit im Europa des 21. Jahrhunderts
Wie kaum ein anderes Forschungsthema ist die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in den letzten Jahren in den wissenschaftlichen und erinnerungsgeschichtlichen Fokus gerückt. Der Umgang mit der Zwangsarbeitserfahrung in der Erinnerungsgeschichte der Länder West- und Osteuropas reicht von Anerkennung über Verschweigen bis hin zum Kollaborationsverdacht. Auf der Tagung sollten daher die Erinnerungsperspektiven in ihrer Vielfalt und Verschiedenheit, auch nationalen Begrenztheit, wahrgenommen werden. Es wurde auch auf die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit und verschiedenen Gruppen von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen eingegangen.
Gleichwohl bieten sich Anknüpfungspunkte, um kollektive Erfahrungen der Zwangsarbeit jenseits nationalstaatlicher Perspektiven in einem europäischen Erfahrungsraum neu zu überdenken. Die NS-Zwangsarbeit kann als „geteilter europäischer Erinnerungsort“ (Étienne François) bezeichnet werden, als Knotenpunkt verschiedener kollektiver Erfahrungen einer gemeinsam geteilten Geschichte. Hinsichtlich der daraus resultierenden vielfältigen und oft auch divergenten Deutungen der gemeinsamen Vergangenheit stand aber nicht so sehr das Trennende, als vielmehr das Verbindende der Konflikte im Vordergrund.

Die Tagung fand im Rahmen des Programms „Zwangsarbeit und Vergessene Opfer“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) statt. Sie wurde durchgeführt von der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dem Museum der Arbeit, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.
Konferenzsprachen waren Deutsch und Englisch sein.
Dokumentation Tagung "Erfahrungen - Konzepte - Perspektiven. Zeitzeugenberichte in der Bildungsarbeit zur NS- und DDR-Geschichte"
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Im Rahmen der Sonderausgabe unseres LaG-Magazins entstanden, das die Tagung „Erfahrungen – Konzepte – Perspektiven. Zeitzeugenberichte in der Bildungsarbeit zur NS- und DDR-Geschichte“ (2013) dokumentiert, wurden Interviews mit Stefanie Plappert (Wollheim Memorial) und Zeitzeugeninterviews des Wollheim Memorials und Kathrin Steinhausen (Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde) zu Zeitzeugen-Interviews geführt.
Ausstellung "Jewish Child Survivors - Lost Childhood"
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Aus Anlass des internationalen Jahrestreffens der Child Survivors, das im August 2014 in Berlin stattfand, hat die Jewish Claims Conference mit uns ein Kooperationsprojekt begonnen. Wir erarbeiteten in diesem Zusammenhang mehrere Ausstellungstafeln zu dieser besonderen Opfergruppe, den Spezifika der Verfolgung der jüdischen Kinder und zu deren Traumatisierungen. Ein Teil des Projekts war zudem die Konzeption einer Webseite mit Informationen. Begleitet wurde das Projekt von Gottfried Kössler (Pädagogisches Zentrum FFM Jüdisches Museum & Fritz Bauer Institut).
Spenden
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BIC: BYLADEM1001
Bank: DKB
Ulrike Rothe
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ist Historikerin und Soziologin (M.A.) mit den Schwerpunkten Zeitzeug*innenarbeit, Oral History/qualitative Sozialforschung und Biografiearbeit. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit liegt auf frauen- und geschlechterspezifischen Zugängen im Feld von Erinnerung und Aufarbeitung. Von 2002 bis 2004 hat sie am Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit Gliwice/Opole in Polen lokalgeschichtliche Projekte fachlich betreut. Danach war sie langjährige Programmleiterin in der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ im Bereich Bildungs- und Begegnungsarbeit mit NS-Überlebenden. Seit 2019 ist sie in der Agentur für Bildung tätig als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin in den Themenfeldern DDR-Geschichte geschlechtsspezifisch, Verfolgung und Haft in der UHA II Keibelstraße/Oral History sowie Geschichte des DDR-Punks. Seit Anfang 2025 ist sie leitende Redakteurin des Magazins „Lernen aus der Geschichte“. Sie führt außerdem die Geschäfte des Vereins.
Mail: rothe@agentur-bildung.de,
Tel.: 030 – 25 79 42 60
Publikationen:
(Hg. mit Rebecca Hernandez Garcia): Gemeinsam sind wir unerträglich. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR, Ausstellung/Katalog, Halle (Saale) 2023.
Mehr als eine Grenze überschritten. Frauen in der Ostberliner Punkszene – eine Annäherung, in: negativ ─ dekadent. Punk in der DDR, hg. von Anna Hahn und Frank Willmann, Mainz 2022, S. 95-100.
Gemeinsam mit Rebecca Hernandez Garcia: Die Geschichtswerkstatt Marginalisierte Frauen(-gruppen) in Ost-Berlin. Partizipative Forschungsansätze zu unterrepräsentierten Erfahrungsräumen, in: Magazin „Lernen aus der Geschichte“ 5/2022, URL: https://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/Magazin/15333
Werkstattgespräch: Vertragsarbeit. Geschlechtsspezifische Erfahrungen von Frauen, in: Magazin „Lernen aus der Geschichte“ 10/2020, URL: https://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/14969








